Ich muss kurz erwaehnen, dass ich mein Lieblingsgeschaeft in Tokyo gefunden habe. Wie nicht anders zu erwarten handelt es sich um Tokyu Hands. In Shinjuku teilen sich Takashimaya und Tokyu Hands einen grossen, edlen Einkaufskomplex. Takashimaya ist ein Kaufhaus fuer Dinge von Hermes, Gucci usw., Tokyu Hands bietet alles, was man so zum Basteln braucht, im Grossen wie im Kleinen. Das Erdgeschoss wird nur von Takashimaya belegt und so habe ich etwas gezoegert, weil in Deutschland Baumaerkte selten von teuren Boutiquen umzingelt sind. Ab der ersten Etage ist es aber schoen, rechts Handtaschen und links Naegel. Es gibt Abteilungen fuer Handyverschoenerungszubehoer, fuer beheizbare Toilettensitze, sogar Holzzuschnitt. Aber nicht in der billigen Praesentation wie in Deutschland, sondern alles sehr verlockend. Extrem gute Auswahl, mehr so eine Mischung aus Modulor und Bauhaus, aber besser als beide zusammen. Insgesamt 8 Etagen, glaube ich.
Es gibt sogar Siebdruckzubehoer zu kaufen. Alles, Farben, Siebe, Rakel, Belichtungsautomat. Wenn man mag, kann man auch ein Anfaengerset mit Miniholzsieb und Wachsabdeckung kaufen. Mmmh.
Ich glaube, ich war dort sehr lange. Zum einen war es schoen, so viele Dinge zu entdecken, zum anderen schrecklich, weil ich kaum etwas kaufen konnte. Die Preise waren in Ordnung, aber ich habe schon so viel Gepaeck, leider.
Baumarkt ist hier weniger eine neue Wand ziehen oder die Decke abhaengen, sondern den kleinen Raum, den man hat, schoen machen. Grossartig, und von rechts zieht der Duft von Parfuem herueber.
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Baumarkt in Japan
Januar 24, 2008 · Kommentar schreiben
Kategorien: Japan · Reisen
Mit Tag(s) versehen: Kaufhaus, Tokyo
Special-Interest-Shoppen in Tokyo
Januar 21, 2008 · Kommentar schreiben
Die Nacht im Keller ist ueberstanden. Eigentlich wollte ich morgens einen Ausflug machen, aber keine Sonne konnte mich wecken. Hab total verpennt. Na ja. Museen haben montags zu, also Mitbringselkauftag. War in einer Strasse fuer Sportbekleidung auf der Suche nach Trikots der J-Leage. Keine Chance. Ich hab mich durch diverse Gaenge gequetscht, so dick bin ich gar nicht, und bin immer wieder mit dem Fahrstuhl in sechste, achte oder neunte Etagen gefahren. Fussball ist niemals unten. Es gibt eine gute Auswahl von englischen Trikots, eine akzeptable Auswahl von italienischen Trikots und wenn man Glueck hat auch deutsche Trikots. Aber es ist interessant, wo es alles japanische Spieler gibt… Dann endlich zwei rote J-Leage-Shirts in japanischem Maenner-M, selbst fuer mich unbrauchbar. Ausserdem Trikots der Nationalmannschaft in maximal 150, also nicht wirklich anders als Maenner-M. Besonderes Fundstueck war ein gestretchter Goleo, den man in einen Taschentuchspender verwandeln kann. Goleo liegt schon sehr lange in der sechsten Etage.
Dann wollte ich Akkordeonnoten kaufen und bin dafuer ins Musikinstrumenteviertel gelaufen. Ueberall Gitarren und Verstaerker. Hunderte. Und ich bin nicht mal in die Keller und Obergeschosse gelaufen. In Japan gibt es wahrscheinlich die kleinsten Verstaerker der Welt, aber kaum Noten. Alles Punk und beim Fragen sehe ich immer wieder gekreuzte Arme – nein.
Bei der Suche nach etwas mit Schuluniformen lande ich in der Paedophilen-Abteilung eines Mangageschaefts. Vorher war ich natuerlich in Etage 1-6. Grosse Auswahl. Was es alles gibt… Nun ja, so kriegt wenigstens einer ein Geschenk.
Ich gehe jetzt gleich in mein Einzelzimmer. Das klingt so schoen, ist aber auch wieder eher eine Box, ca. 3 qm gross. Die Nachbarn sind akustisch sehr praesent. Fuer den Fernseher kann man eine Karte kaufen und dann darf man Jungsfernsehen gucken. Auf dem Programmheft fuer diesen Kanal ist auch wieder ein Schulmaedchen drauf. Egal, ich muss jetzt ins Bett, denn morgen frueh geh ich tote Fische gucken, 4:45 klingelt der Wecker.
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10:00:00 Uhr
Dezember 17, 2007 · 1 Kommentar
In meinem Japanischkurs gab es eine Lektion, in der Pierre Littbarski vor einem Kaufhaus in Japan um 9:50 Uhr jemanden fragt, wann denn das Kaufhaus oeffnet. Es oeffnete um 10 Uhr. Den Dialog fand ich damals schon komisch, aber war ja auch nur zum Lernen. Jetzt hier wirkt der Dialog noch komischer, da sich bereits einige Minuten vor Kaufhausoeffnung lange Schlangen vor den Tueren bilden. Natuerlich wieder mehrere geordnete Schlangen. Hinter den Glastueren stehen wichtige Angestellte und warten auf den Countdown. Die Mitarbeiter stehen alle auf Ihrem Platz, gerade, Haende an der Hosennaht und warten auf die Oeffnung. Fuer mehrer Minuten. Es ist alles bereit und alle warten auf das Kommando es Verantwortlichen. Starre Gesichter. Keiner bewegt sich mehr. Punkt Zehn sagt er dann was und die Menschen stroemen geordnet in ihren Kaufrausch. Grossartiges Schauspiel.
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