Hier ist es lustig anzusehen, wie Anzugtraeger, und wer traegt hier nicht einen Anzug, auf Miniklappraedern durch die dicken Fussgaengerstroeme sausen. Fahrradwege gibt es nicht. Aber sehr viele Raeder. Deswegen, oder auch weil hier immer alles seine Ordnung haben muss, gibt es unzaehlige Fahrradparkplaetze mit Automaten und Schlossautomatik. Regelmaessig kommen hauptsaechlich maennliche Politessen und verteilen Strafzettel, bzw. machen ein neues Schloss an das Rad. Und die Kriminalitaet scheint wieder mal gering zu sein, denn alle Schloesser sind die einfachste Ausfuehrung.
Mit den Tags ‘Fukuoka’ versehene Einträge
Radfahrer in Fukuoka
Dezember 11, 2007 · Kommentar schreiben
Kategorien: Japan
Mit Tag(s) versehen: Automat, Fahrrad, Fukuoka, Kriminalitaet
Kein netter Zug
Dezember 10, 2007 · 1 Kommentar
Heute ging es 1180 km mit dem Shinkansen nach Fukuoka. Das ist eine Stadt auf Kyushu, die groessere suedliche Insel. Das Zugfahren ist sehr gut organisiert, die Zuege fahren auf die Minute genau, so dass ich meinen angepeilten Zug auch gleich verpasst habe.
Auf dem Bahnsteig stehen Leute in Reihen, die auch in Gelb auf den Bahnsteig aufgezeichnet sind. Mein Zug stand aber mit offenen Tueren da und ich wusste nicht, ob ich einsteigen kann. Die Wartenden wussten es auch nicht. Bin dann trotzdem rein und habe auch gleich einen Platz gefunden. Der Zugbegleiter haelt nach Abfahrt des Zuges eine kleine Rede und verbeugt sich heftig. Dann hat er als erstes mich von meinem Platz weggejagt, weil ich keine Reservierung hatte. Bitter. Im Wagen mit den unreservierten Plaetzen gab es dann wenig Begeisterung ueber die Auslaenderin mit dem Rucksack. Obwohl einige einzelne Plaetze frei waren, wurde ich immer mit heftigen Handbewegungen weggescheucht. Nach drei Versuchen und viel Aufmerksamkeit im Wagen hab ich mich dann in den Vorraum gestellt. Dreieinhalb Stunden. Die sind oft ziemlich fies zu Auslaendern.
Fuer den naechsten Zug habe ich mir dann eine Reservierung geholt und die Fahrt war um einiges angenehmer. Die Anfeindungen nerven total. Es gibt viele boese Blicke und ich werde sehr oft auf der Strasse geschubst. Wenn ich auf dem Geweg rechts gehe, wechseln die Entgegenkommenden oft auf auch meiner Seite, so dass ich wiederum ausweichen muss. Ab und zu sind Leute in der Metro neben mir aufgestanden und haben sich woanders hingesetzt. Auch wenn ich im Fahrstuhl vorn an der Tuer stehe, kann ich fast sicher sein, dass ich sobald sich die Tuer oeffnet beiseite gedraengt werde, auch wenn nur wenige in der Kiste sind. Aber warten wir mal ab. Vielleicht war das nur Tokyo.
Mir hat bisher einmal jemand den Vortritt gelassen und das war dafuer um so schoener.
Kategorien: Japan
Mit Tag(s) versehen: Fukuoka, Hoeflichkeit, Metro, Shinkansen