Henrike’s Weblog

Mit den Tags ‘Fisch’ versehene Einträge

I love Fischmarkt

Januar 25, 2008 · Kommentar schreiben

Manche haben auf dem Fischmarkt gelacht, weil ich zum zweiten Mal da war. Das scheint nicht so oft zu passieren und eigentlich wollte ich morgen wieder hin, aber das lasse ich dann wohl lieber. Sonst verkaufe ich demnaechst noch Fisch oder ende an der Tunasaege. Nein, nein, nein. Aber bis auf das fruehe Aufstehen war es sehr schoen. Heute war ich ohne irgendeine Tasche da und das ist viel besser. Man ist wendiger, wenn man ausweichen muss und sieht nicht aus wie ein Tourist. Mit meiner blauen Jacke war ich sehr Undercover, soweit das moeglich ist.
Heute habe ich auch noch etwas von der Tunaauktion gesehen. Grossartig. Ein Mann steht auf einem kleinen Hocker und schreit irgendwelche Zahlen. Drumherum kaempfen mehrere muede Haendler um die dicken gefrorenen Tunas, die den Boden bedecken. Dann werden die mit Haken gepackt und auf Karren geschleift. Eilig laufen die Traeger zu den einzelnen Staenden, wo schon die Saege wartet. Es gibt anscheinend Unterschiede in Farbe und Struktur, ich habe nichts erkannt.
Ich mag besonders den Mix aus alten und jungen Leuten die dort arbeiten. Viele sind offensichtlich ueber 70 Jahre alt und haben Ihr Leben auf dem Markt verbracht. Kein Grund aufzuhoeren. Und nach 7 Uhr sind alle etwas entspannter und lachen oft zurueck. Es macht so viel Spass, zwischen den Staenden herumzuhuepfen. Der Fisch in den Sushibars soll sehr gut sein, aber es ist noch zu frueh fuer Fisch.

Tuna

Kategorien: Japan · Reisen
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Der Fisch steht frueh auf

Januar 23, 2008 · Kommentar schreiben

Der Tag begann sehr frueh. 4:45 Uhr klingelte der Wecker und das sollte so sein. Laut Reisefuehrer soll man moeglichst zeitig auf dem Tsukiji-Markt erscheinen. Hier gibt es hauptsaechlich Fisch. Auf dem Fluss kommen die Boote an und liefern den fangfrischen Fisch fuer die Auktionen, Beginn 4:30 Uhr. Dann wiederum werden die Fische von Zwischenhaendlern an unzaehligen Staenden verkauft. Ich falle jedenfalls schlaftrunken in die U-Bahn und auch nach zweimal Umsteigen ist es draussen noch dunkel.

Erstmal laeuft man durch einen Riesenparkplatz mit LKW`s. Schon das macht munter, denn ueberall wird eingeparkt, ausgeparkt, angeliefert usw. Man springt so hin und her, weicht aus und sucht die Fische. Ich bin jedenfalls einer dreikoepfigen Touristengruppe gefolgt, die zielstrebig in eine Richtung liefen. Dann kamen wir endlich in die Hallen mit den Fischen und sofort ist man wach. Das totale Getummel. Enge Gaenge mit so kleinen Lampen belaeuchtet. Ueberalle Fische, die Tunasaege kreischt. Ich laufe hunderte Meter vorbei an lebenden, gefrorenen, getrockneten, zerstueckelten und komisch aussehenden Fischen. Manchmal werden sie gekoepft oder ein Draht wird in sie hineingesteckt. Ich gucke interessiert zu und stehe immer im Weg. Menschen laufen in alle Richtungen, haben es eilig. Ernste, gestresste Gesichter. An meinen Schuhen kleben Fischreste.

In den groesseren Gaengen fahren kleine, wendige Lieferwagen, sie scheinen von ueberall her zu kommen und ich springe wieder hin und her. Nirgends ist man sicher. Aber es macht Spass. Es gibt ganz viel zu sehen und ich kaempfe beim Fotografieren mit dem wenigen Licht. Draussen wird es langsam Tag. Es ist sehr kalt und das ist wie immer ein guter Anfang fuer ein Gespraech. Nein, ich esse nicht so gern Fisch, aber Japan finde ich prima und die japanische Kueche ist natuerlich auch ausgezeichnet. Wenn die wuessten.

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Tuna

Fischmarkt

Kategorien: Japan · Reisen
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Mixed Dorm

Dezember 19, 2007 · Kommentar schreiben

Hostel in KyotoIrgendwann tauchte Ashley im Mixed Dorm auf. Und es war gleich komisch. Die Situation auch sie selbst, mit ihrer Dauerwelle. Sie stellte sich sofort vor, in einer Art, als haette sie irgendwo gelesen, dass man das so macht in solchen Hotels. „Hello, I`m Ashley. I`m travelling. Together with him. But he is my brother.“ Und noch so eine komische Gestalt schob sich in den Raum. Am naechsten Morgen konnten dann auch die anderen die Neuankoemmlinge in ihr Herz schliessen. Die beiden begannen Punkt sechs aufzustehen und wahrscheinlich diverse Male ihr Gepaeck umzusortieren. Dabei wollten sie keine Geraeusche machen und das ist das Schlimmste. Man kann einen Reissverschluss aufmachen, man kann aber auch das Knacken jedes Zapfens geniessen. Nach einer Stunde waren sie dann endlich weg. Sonntagmorgen…

Abends wusste ich schon, dass die anderen drei im Zimmer abgereist waren und freute mich auf einen Abend mit meinen beiden First Time Travellern. Es gabe keine Gespraeche, die beiden sortierten wieder ihr Gepaeck um. Lady Ashley hat allein 14 Packungen Koerperkosmetik im weitesten Sinne dabei gehabt. Das ist dann natuerlich kompliziert.

Die Rettung kam in Form von drei Australiern, die das Zimmer stuermen, ihre Sachen unerlaubt auf den Boden warfen und schon zogen wir los zur naechsten Bar. Ashley wollte schon schlafen, aber Ashleys Bruder kam mit und war nach einem Napf Sake der Spielverderber. Auf der Suche nach dieser Bar, die vom Hotel empfohlen wurde, habe ich eine Gruppe japanischer Geschaeftsleute gefragt, die das lustig fanden und einer hat uns dann gleich noch bis zur Bar gebracht. Supernett. Da war es dann auch sehr cool. Es gab heissen Sake und richtig gutes Essen. Wir hatten japanisches eingelegtes Gemuese und einen Sashimikorb. An sich bekommt man keine grossen Portionen, es ist aber alles immer wahnsinnig aufwendig angerichtet und von sehr hoher Qualitaet. Und so habe ich zum ersten Mal rohen Seeigel und so eine rohe Riesenmuschel gegessen, eine mit Stacheln. Besonders der Seeigel war sehr lecker und zerging auf der Zunge. Toll ist auch die Klingel auf dem Tisch, mit dem man die Bedienung rufen kann. Das kann sehr praktisch sein und man wird nicht staendig vom Personal belaestigt.

 Danach gab es noch Dosenbier bis sehr spaet in die Nacht und Ashley und ihr Bruder haben uns sicherlich verflucht.

Kategorien: Japan · Reisen
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Piizaaman

Dezember 17, 2007 · Kommentar schreiben

So heisst mein neues Leibgericht in Japan. Man kann es in alles Convinis kaufen, also quasi an jeder Ecke. An der Kasse steht immer so eine Glasvitrine, in der mit Dampf eine Art Hefebroetchen heissgehalten wird. Im Hefebroetchen ist dann immer eine Fuellung, wobei die Bilder an der Vitrine nicht aufschlussreich sind, weil alles irgendwie rot aussieht. Zuerst habe ich immer noch gefragt, was denn da so drin ist, und bei Pook habe ich dann zugeschlagen. Jetzt habe ich aber Piizaaman entziffern koennen und bestell jetzt immer das. Die Fuellung soll wohl Pizzabelag sein, allerdings ist Kaese in Japan sehr teuer und so ist auch nur eine Art Tomatensosse drin. Aber es ist warm, ohne Fisch und man kann die Haende etwas waermen und dann den Bauch.

Wenn ich mal wieder eine gute Internetverbindung habe, schick ich auch die Fotos dazu hoch.

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