Henrike’s Weblog

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Mt. Aso will nicht

Dezember 14, 2007 · Kommentar schreiben

VulkaneDie Nacht war nicht so gut. Der Heizluefter hing wie schon gesagt an der Decke und hat diese sicherlich auch gut angewaermt, aber der Boden war sehr kalt. Reispapierwaende sind keine gute Isolation. Kann man keine Bodenheizung mit erbebensicheren Plastikschlaeuchen bauen, wenn man schon auf dem Boden schlafen muss. Zum Glueck gab es unzaehlige Decken fuer meine Hoehle. Was wirklich fehlte war eine Muetze. Der Wind ruettelte an den Waenden. Und ich glaube, ab und zu habe ich den Vulkan grummeln hoeren. Zumindest habe ich es mir eingebildet.

Jedenfalls war Mt. Aso am naechsten Morgen immer noch wolkenverhangen. Ich bin trotzdem hochgefahren und der Nebel war so dicht, dass ich kaum den Weg vom Bus zum Vulkanmuseum gefunden habe. Man konnte nur so 2-3 Meter weit sehen. Das Museum war eher langweilig, weil eigentlich wollte man nur den Vulkan sehen und keine schlechten Videoaufnahmen. Aber das Wetter wollte und wollte nicht umschlagen.

Egal, warum auch nicht, bin ich halt zwei Stunden nach Kumamoto gefahren, habe mir fuer eine halbe Stunde die Burg angesehen, und bin dann zwei Stunden zurueckgefahren. Die Burg war schoen. Und danach gab es wieder Onsen. Diesmal wieder einige Gespraeche, aber ich kann einfach noch nicht gut genug Japanisch.

Noch eine schoene Geschichte vom Morgen. Ich habe gerade solche gefuellten Hefekloesse entdeckt, die heiss verkauft werden, und wollte einen am Bahnhof kaufen. Die alte Frau wollte mir aber keinen geben, weil sie noch nicht heiss waren. Etwas spaeter kam sie wieder von hinten hervor und hat mir einen sehr schoen verpackten Keks aus regionaler Herstellung geschenkt. Dann kam auch schon der Zug und ich habe es gerade noch geschafft, Ihr eine Packung Luebecker Marzipan zu schenken. Super, oder.

Kategorien: Japan · Reisen
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Alle Kuehe heissen Uschi

Dezember 12, 2007 · Kommentar schreiben

Ich bin auf dem Land angekommen und hier ist es sehr lustig. Schon im Zug war kein einziger Auslaender und da es regnet, waren ausser mir nur noch zwei weitere Touristen dabei. Ansonsten Einheimische, die sehr nett und neugierig sind. Kaum einer spricht Englisch, aber man kann trotzdem gut kommunizieren. Hier wird gerne mal gelacht und ich werde neugierig angeguckt.

Heute wird auch meine erste Nacht in einem traditionellen japanischen Hotel sein. Also unten Schuhe ausziehen und dann nach oben ins Zimmer. Meins ist 6 Tatamimatten gross, also ausreichend Platz fuer meine europaeischen Beine. An Mobiliar gibt es einen niedrigen Tisch und zwei Sitzkissen. Ausserdem gibt es eine Veranda fuer das Gepaeck. Fuer die Nacht wird dann ein Futon und Bettzeug aus dem Schrank geholt. Die Heizung haengt oben an der Wand und sieht aus wie an groesserer Haendetrockner. Das geht aber irgendwie. Theoretisch habe ich auch einen gigantischen Blick auf den Vulkan. Ich glaube, ich bin der einzige Gast im Hotel, wie gesagt, das Wetter ist gerade sehr oll. Trotzdem habe ich heute brav mein Sushi aufgegessen und mir ist schon wieder etwas schlecht, aber morgen soll unbedingt die Sonne scheinen, damit ich den Rauch im Vulkankrater sehe.

Toll war auch gerade mein erster Onsenbesuch. Das sind Baeder mit Wasser aus heissen Quellen, z.T. draussen, aber immer sehr heiss. Und es gab auch eine Sauna mit Fernseher. Tolle Idee, ich verstehe ja kaum etwas, aber „public viewing“ ist immer prima. Jetzt geht es mir auf jeden Fall gut und ich werde gleich mal in mein kleines Reich spazieren und noch ein paar Kanjis ueben.

Sayoonara

Kategorien: Japan
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