Henrike’s Weblog

Das schoene Kyoto

Dezember 16, 2007 · Kommentar schreiben

Kyoto wirkt erstmal wie die ganzen anderen japanischen Staedte, vollgepackt mit Haeusern und Menschen. Aber dann wenn man dann so herumspaziert, entdeckt man ganz viele Tempel und die meisten sind sehr, sehr schoen. Gestern waren in einem Stadtteil die Tempel in der Nacht beleuchtet und auch im Wald und an den Wegesraendern waren Scheinwerfer verteilt. Das klingt erstmal banal und ich dachte auch, was fuer eine billige Art tausende von Menschen anzulocken. Aber oft war das Licht sehr schoen gesetzt und abseits der Hauptmenschenstroeme war es sehr romantisch.

Heute bei Tag bin ich auch die empfohlene Tempelroute entlanggewandert und er erste Tempel war extrem ueberfuellt, aber danach wurde es immer weniger und es war ein sehr schoener Tag. Gerade die Gaerten sind sehr gut angelegt, es gibt wenige Geraden, sondern die Elemente sind viel harmonischer Angeordnet. Durch die Hanglage und die verschlungenen Wege ergaben sich immer wieder neue Blicke und ich freue mich schon darauf, irgendwann die Fotos hochladen zu koennen. Hier geht das nicht. Leider.

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We are watching you

Dezember 16, 2007 · Kommentar schreiben

Bin jetzt in Kyoto gelandet und es wird kaelter und kaelter. Das Hostel, in dem ich reserviert hatte, mit Bestaetigung und so, wollte mich bei meiner Anreise nicht mehr haben. Ganz gross. Man muss dazu sagen, dass in Japan die Adressen an sich wertlos sind. Es gibt kaum Strassennamen, keine richtigen Hausnummern. Vielmehr verstaendigt man sich mit Wegbeschreibungen. So was wie beim zweiten LAWSON rechts, nach drei Minuten links und dort, wo eigentlich ein Hondawerkstatt war, wieder rechts. Das bedeutet, man sucht gern mal etwas laenger und erkundet oft die Umgebung der Hotels sehr genau. So auch bei diesem Hostel.

Ich weiss nicht, ob ich vielleicht doch zuviel Gepaeck habe, aber nach 30 Minuten mit Rucksack durch die Stadt werde ich langsam grummelig. Wenn dann noch das Hotel sagt, keine Ahnung, wir sind voll, koennen wir auch nichts machen, schauen sie doch mal bei den Flyer, da sind noch andere Hotels mit dabei…

Zum Glueck habe ich eines nicht ganz so weit davon entfernt gefunden. Sechser Mixed Dorm ist auf der Messlatte der Unterkuenfte schon ziemlich weit unten, fand ich. Aber das Bett ist grossartig. Ich konnte die Beine ausstrecken, die Decke war warm genug und das Licht war zumindest fuer einige Stunden ganz aus. Worueber man sich so nach 10 Tagen Japan so freut.

Was mich allerdings wundert, ist, dass unter meinem Doppelstockbett diverse Technik steht. Unteranderem ein relativ grosses Mikrofon, das sehr wahrscheinlich die Geraeusche im Zimmer aufnimmt. Warum das denn? Wer hat Interesse an dem ganzen woher-kommst-du und wohin-faehrst-du-als-naechstes-Gequatsche?

Vor dem Zimmer im Flur steht der aktuell einzige funktionierende Computer. Es gibt den Hinweis, dass man bitte keine Bilder oder Programme downloaden soll. 10.000 Yen Strafe und der schoene Hinweis WE ARE WATCHING YOU. Da fuehlt man sich doch gleich wie zuhause.

Egal, Angst vor Technikklau kann ich noch verstehen, aber es reicht mir eigentlich, wenn ich meine Schlafgeraeusche mit fuenf anderen teilen muss.

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